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  • Priorisierungsmodell für die frühe Entwicklungspipeline zur Ermöglichung eines ganzheitlichen Portfoliomanagements für ein pharmazeutisches Unternehmen

    Priorisierungsmodell für die frühe Entwicklungspipeline zur Ermöglichung eines ganzheitlichen Portfoliomanagements für ein pharmazeutisches Unternehmen

    Der Kunde suchte nach einer Methode zur Bewertung von Projekten in der frühen Entwicklungsphase, die eine ganzheitliche Betrachtung des Portfolios und konsistente Abwägungen ermöglichen sollte. Die Lösung war eine Multi-Attributive-Priorisierungsmethodik, die ein ganzheitliches Portfoliomanagement und eine wertorientierte Entscheidungsfindung ermöglicht. Die innovative Methodik nutzt die multiattributive Nutzentheorie und wertorientiertes Denken im Rahmen der Entscheidungsqualität, um eine konsistente Bewertung verschiedener Projekte im Frühstadium innerhalb einer heterogenen Reihe von Krankheitsbereichen zu ermöglichen und dadurch Kompromisse auf der Grundlage vereinbarter Entscheidungskriterien zu erzielen.

    Wir begannen das Projekt mit einem Brainstorming und Interviews mit den wichtigsten Interessengruppen, um den geeigneten Rahmen zu definieren, d. h. den Zweck, den Umfang und die Perspektive, die der Entscheidungsqualität entsprechen. Außerdem forderten wir die Entscheidungsträger in Interviews auf, ihre Ziele zu benennen. In Anlehnung an das wertorientierte Denken erstellten wir eine Zielhierarchie als Mittel-Zweck-Netzwerk. Mit Hilfe dieses Netzwerks und der wissenschaftlichen Expertise der Kundenteams entwickelten wir aussagekräftige Skalen, um die grundlegenden Ziele der Entscheidungsträger zu operationalisieren. Mit den Entscheidungsträgern führten wir Abwägungsgespräche unter Verwendung der www.entscheidungsnavi.de. Wir erstellten ein Bewertungsmodell, das auf einer Struktur basierte, die die grundlegenden Ziele und ihre Kompromisse unter Verwendung der Theorie des Mehr-Attribut-Nutzens bewertete. Durch die Bewertung einer Reihe von Pilotprojekten mit einer Expertengruppe des Kunden stellten wir die Robustheit der Methodik in Frage. Mit der Unterstützung des Unternehmens bewerteten wir das gesamte Projektportfolio anhand dieser neuen Methode. Wir analysierten das Portfolio und ermittelten die Hauptauswirkungen der Entscheidung – den Innovationsgrad des Portfolios. Wir förderten entscheidungsorientierte Diskussionen mit den Entscheidungsträgern, indem wir Diskussionen über wissenschaftliche Erwartungen von Diskussionen über strategische Präferenzen und Überzeugungen trennten. Am Ende dieses Gruppenentscheidungsprozesses trafen die Entscheidungsträger schließlich eine Portfolioentscheidung.

    Dieses Projekt erreichte das Finale des Practice Awards der Decision Analysis Society (INFORMS) im Jahre 2020.

  • TOP Bewertung für MCI MOOC „Smart Entscheiden

    TOP Bewertung für MCI MOOC „Smart Entscheiden

    „Smarte Entscheidungen machen richtig glücklich“: MCI MOOC bestbewerteter Kurs auf iMooX

    Smarte Entscheidungen machen richtig glücklich! Und wie man diese aktiv trifft, haben bereits 650 zufriedene Teilnehmende in unserem MCI MOOC „Smart Entscheiden“ von Prof. Johannes Siebert in den ersten neun Monaten erlernen können. Der MOOC ist sogar der bestbewertete Kurs auf der iMooX-Plattform mit über 100 Kursen bei einer Bewertung von 4.98 von 5.00 möglichen Sternen.

    Das Kernstück des kostenlosen MOOC sind 8 interaktive Videos mit einer Länge von insgesamt gut 2,5 Stunden. Darüber hinaus werden weiterführende Lehrmaterialien, Reflektionsaufgaben und Quizzes für eine vertieften Lernerfolg bereitgestellt. Darüber hinaus arbeiten die Teilnehmenden an ihrem eigenen fortlaufenden Beispiel.

    Prof. Siebert erklärt, warum viele Menschen schlechte Entscheidungen treffen und wie man das vermeiden kann. Dafür stellt er einige einfache, aber effektive Methoden vor, die auf neuesten Entwicklungen der Verhaltensökonomik und Entscheidungswissenschaften basieren. Die Teilnehmenden sollen lernen, reflektiert und bewusst Entscheidungen zu treffen. Dafür versetzt Prof. Siebert die Teilnehmenden in die Lage, ihre eigenen sogennanten Entscheidungsarchitekt/innen zu werden. Eine Kurzzusammenfassung des Grundkonzepts bietet der TEDxTalk „Nudge yourself to make better decisions“ von Prof. Siebert.

    Die dargestellten Methoden eignen sich grundsätzlich für fast alle Entscheidungen. Da Karriereentscheidungen nicht nur für viele Studierenden hochrelevant sind, erläutert Prof. Siebert die Methoden konsequent an Karrierreentscheidungen. Dabei steht insbesondere die Wahl der Jobs nach Abschluss der Ausbildung im Vordergrund.

    Die Vorteile eines MOOC zeigen sich insbesondere im selbstgesteuerten Lernen. Die Lernenden können ihren Lernprozess selbständig planen, gestalten und bewerten. Eine Schlüsselkompetenz, die für ein lebenslanges, erfolgreiches Lernen unabdingbar ist. Auch im Unterricht lässt sich die Selbstlernkompetenz durch Lehrende aktiv fördern, indem sie beispielsweise mit authentischen und realitätsnahen Problemstellungen oder Projekten arbeiten. Anstatt die dafür benötigten theoretischen und praktischen Grundlagen direkt zu vermitteln, lassen sie die Studierenden diese selbständig erarbeiten. Das motiviert zudem, sich neuen und komplexen Herausforderungen zu stellen.

    Und was sagen die Studierenden zu dieser Form des Lernens? Was gefällt ihnen daran besonders gut? Hier ein paar Stimmen aus unserem MCI MOOC.

    Die Erklärungen in den Videos waren sehr verständlich und man konnte das erlernte Wissen danach sofort anwenden. Die örtliche und zeitliche Flexibilität von Online-Kursen ist der größte Vorteil eines solchen Kurses.“

    Inhaltlich gut aufgebaut, gute Mischung aus Lernen und Anwenden, verständlich formuliert und nachvollziehbar.“

    Die klaren, kurzweiligen Denkanstöße und die Aufgaben zur Reflexion dazu, anhand von eigenen Zielsetzungen.“

    „Die super Aufarbeitung durch die Pausen/Unterbrechungen bei den Videos sowie die eingepflegten Fragen – cool gemacht!“

    Wenn Sie Interesse haben, können Sie sich hier für den kostenlosen MOOC einschreiben. 

    Warum sollten Sie sich mit Ihrer Fähigkeit, gute Entscheidungen zu treffen auseinandersetzen? Wer gute Entscheidungen trifft, ist in der Folge zufriedener mit seinem oder ihrem Leben. Darüber hinaus konnte ein Forschungsteam um Prof. Siebert empirisch nachweisen, dass gutes, proaktives Entscheiden durch Entscheidungstrainings wie Vorlesungen oder einem MOOC gesteigert werden können. Weitere Informationen dazu finden Sie hier. Zusammengenommen deuten die Forschungsarbeiten darauf hin, dass Studierende in Lehrveranstaltungen von Prof. Siebert in mehreren Studiengängen an der Unternehmerischen Hochschule® nicht nur lernen proaktiver zu entscheiden, sondern in der Folge zufriedener mit ihrem Leben sind.

    Wir laden herzlich alle Interessierten ein, dieses faszinierende Thema zur proaktiven Entscheidungsfindung in unseren attraktiven Studienangeboten (BA Wirtschaft & Management for Professionals, BA Business & Management und MA International Business & Management) als Impulsgeber Ihrer persönlichen, akademischen Entwicklung und zur Beschleunigung Ihrer beruflichen Karriere zu nützen.

    „TOP Bewertung für MCI MOOC „Smart Entscheiden“, News des Forschungsschwerpunks Innovation, Entrepreneurship & Marketing am MCI | Die Unternehmerische Hochschule®, 3. Oktober 2022 (Link)

  • Wie werde ich mir darüber klar, ob ich Kinder will?

    Wie werde ich mir darüber klar, ob ich Kinder will?

    Das Ideal einer großen Familie mit Kindern gibt es immer noch. Aber viele Menschen sind heute unsicher, ob sie das wirklich wollen. Sie sind vielleicht in ihren 20ern oder 30ern, ihre Freundinnen und Freunde bekommen gerade Nachwuchs, und sie malen sich aus, wie das wohl ist. Sie beobachten strahlende, aber gestresste Eltern. Und sie selbst haben sich noch nicht zu einer Entscheidung durchgerungen – denn eigentlich sind sie ganz zufrieden damit, wie ihr Leben gerade ist. Gleichzeitig ist da die Angst, etwas zu verpassen. Wie findet man heraus, was richtig ist?

    Über diese Frage haben hat Lisa Breit mit Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen gesprochen: Johannes Siebert ist Entscheidungsforscher, Melanie Hausler ist Psychologin und Glücksforscherin, und Johannes Frass ist Lebensberater und angehender Psychotherapeut in Wien. Sie erklären, wie man die Entscheidung treffen kann und ob Kinder wirklich glücklicher machen.

    Den Artikel im Standard finden Sie hier: https://www.derstandard.at/story/2000137561015/wie-werde-ich-mir-klar-ob-ich-kinder-will

  • Supporting Innovation in Early-Stage Pharmaceutical Development Decisions

    Supporting Innovation in Early-Stage Pharmaceutical Development Decisions

    Pharmazeutische Unternehmen überprüfen ihr Portfolio regelmäßig, um den Entwicklungsfortschritt zu überwachen und Prioritäten bei der Entwicklung von Produkten zu setzen. Bei den frühesten Vermögenswerten handelt es sich um Arzneimittelkandidaten, deren Wirksamkeit unbekannt ist und deren Auswirkungen auf den menschlichen Körper noch nicht vollständig erforscht sind. Bei diesen Vermögenswerten ist es sehr unsicher, ob sie den Markt erreichen und in der klinischen Praxis eingesetzt werden. Darüber hinaus sind nicht alle potenziellen Anwendungen vorhersehbar und können oft sehr unterschiedlich sein. In Ermangelung zufriedenstellender Methoden für die Entscheidung über die Zuteilung von Ressourcen für frühe Entwicklungsgüter konzentrieren sich die Entscheidungsträger fast ausschließlich auf die Bewertung der Wahrscheinlichkeit des technischen Erfolgs eines Gutes.

    In dieser Studie wird eine ganzheitlichere Methodik zur Unterstützung von Entscheidungen in der frühen Phase der pharmazeutischen Entwicklung vorgeschlagen, bei der Value-focused Thinking und multikriterielle Entscheidungsfindung zum Einsatz kommen. Die Methodik funktioniert innerhalb des Rahmens für die Entscheidungsqualität und bietet eine konsistente Bewertung verschiedener früher Entwicklungsgüter in einer Vielzahl von Krankheitsbereichen. Diese Kombination von Konzepten und Methoden wurde bei Bayer Pharmaceuticals implementiert und hat sich dort als nützlich erwiesen, da das Unternehmen einen neuen, robusteren Entscheidungsfindungsprozess für die frühe Entwicklung benötigte. In dieser Studie wird daher erörtert, wie konkrete Abwägungen auf der Ebene der Unternehmensziele möglich sind, um die Unternehmensstrategie auf die Portfoliostrategie abzustimmen, zu kommunizieren und umzusetzen.

    Darüber hinaus werden in dieser Studie Erkenntnisse für Entscheidungsanalysten und Entscheidungsträger in der pharmazeutischen Industrie vorgestellt, wie man eine Reihe grundlegender Ziele entwickelt, wie man Skalen zur Operationalisierung dieser Ziele erstellt und wie man Schritte zur Entlastung eines organisatorischen Entscheidungsprozesses unternimmt.

    Methling, Florian; Borden, Steffen A., Veeraraghavan, Deepak; Sommer; Insa, Siebert, Johannes Ulrich; von Nitzsch, Rüdiger; Seidler, Mark „Supporting Innovation in Early-Stage Pharmaceutical Development Decisions “, in Special Issue on Health Decision Analysis: Evolution, Trends, and Emerging Topics by Elisa F. Long, Gilberto Montibeller, Jun Zhuang, Decision Analysis (INFORMS), https://doi.org/10.1287/deca.2022.0452

  • Reduktion des Einflusses von Fake News

    Reduktion des Einflusses von Fake News

    Im Rahmen des Projekts PerFake wird die methodische Reduktion des Einflusses von Fake News erforscht

    Fake News wurden durch die US-Präsidentschaftswahlen 2016 und die Volksabstimmung zum Brexit zu einem globalen Phänomen, insbesondere dadurch, dass immer mehr Menschen soziale Medien unreflektiert als Quelle für Nachrichten heranziehen. Die Verbreitung von Fake News im Internet und deren Folgen werden im Europäischen Parlament intensiv diskutiert. Dennoch gibt es bislang keine Übereinkunft, wie der Einfluss von Fake News vermindert werden soll.

    „Die Problematik von Fake News ist, dass, selbst wenn diese einwandfrei als solche identifiziert werden, immer noch „etwas hängen bleibt“, also die Meinung nachhaltig beeinflusst bleibt“ erklärt Prof. Johannes Siebert, der am MCI | Die Unternehmerische Hochschule® forscht und unterrichtet. Dieses Phänomen nennt sich „Belief Perseverance Bias“ und erklärt den großen Einfluss von Fake News auf die Meinungsbildung und das Entscheidungsverhalten vieler Menschen. „Es gibt zahlreiche Redaktionen und gemeinnützige Organisationen, die Fake News identifizieren und die Bürgerinnen und Bürger über diese aufklären. Diese sehr aufwendige Arbeit trägt dazu bei, den Einfluss von Fake News zu reduzieren. Diese Faktenchecks können jedoch nur ein erster Schritt sein“ ergänzt Dr. Jana Siebert von der Palacky-Universität Olomouc in Tschechien.

    Die beiden Forschenden haben sich in dem von der Europäischen Union und dem tschechischen Ministerium für Bildung, Jugend und Sport finanzierten Projekt „PerFake“ mit der methodischen Reduktion des Belief Perseverance Bias im Kontext von Fake News beschäftigt. Das Ziel des Projekts war es dazu beizutragen, den negativen Einfluss von Fake News zu reduzieren. Prof. Johannes Siebert und Dr. Jana Siebert haben zwei Methoden zur Reduktion dieses Biases entwickelt und in zwei Experimenten mit zahlreichen Teilnehmer/innen getestet und optimiert. Die Experimente bestanden im Kern aus drei Schritten. Die Teilnehmer/innen (1) wurden mit Fake News konfrontiert, (2) darüber informiert, dass es sich um Fake News handelte, und (3) mit Methoden zur Reduktion des Biases konfrontiert. In jedem Schritt wurde die Meinung der Teilnehmer/innen gemessen, um den Bias festzustellen und die Effektivität der Methoden zur Reduktion dieses Biases zu analysieren.

    Beide getesteten Debiasing-Methoden zeigten vielversprechende Ergebnisse, in dem sie den Belief Perseverance Bias der Teilnehmer/innen reduziert haben. Die Debiasing-Methode „Counter Speech“ setzt darauf, die Fake News durch klare Gegenargumente zu wiederlegen. Die Debiasing-Methode „Awareness Training“ informiert allgemein die Teilnehmenden über die Existenz und Wirkungsweise des Belief Perseverance Biases. Ein solches Awareness Training könnte dazu beitragen, die Resilienz der Gesellschaft gegenüber Fake News zu erhöhen. Prof. Johannes Siebert erläutert, wie dies in der Praxis funktionieren kann: „Angenommen Sie haben eine Information erhalten, beispielsweise Sie haben eine Rede eines Politikers gehört oder auf Social Media einen Post gelesen. Ein Faktencheck zeigt, dass es sich um eine Falschinformation handelt. Wenn Sie sich der Existenz des Belief Perseverance Biases bewusst sind, sollten Sie erkennen, dass Ihre ursprüngliche Meinung durch die Fake News noch immer negativ beeinflusst sein könnte, und diesen Bias anschließend korrigieren.“ Dr. Jana Siebert ergänzt: „Es wäre daher wünschenswert, die Öffentlichkeit über den Belief Perseverance Bias und seine Funktionsweise aufzuklären. Zum Beispiel könnten Fact-Checking-Organisationen ihre Faktenchecks mit einem Hinweis auf den Belief Perseverance Bias ergänzen. Ein solcher Hinweis könnte die Wirksamkeit des Fakt-Checkings und die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft gegenüber Fake News deutlich erhöhen.“

    Quelle: „Reduktion des Einflusses von Fake News“, News des Forschungsschwerpunks Innovation, Entrepreneurship & Marketing am MCI | Die Unternehmerische Hochschule®, 24. Februar 2022 (Link)

  • Faktenchecks können nur ein erster Schritt sein

    Faktenchecks können nur ein erster Schritt sein

    Fake News: Ein globales Phänomen mit negativem Einfluss auf Meinungen. Dagegen setzen sich Professor Johannes Siebert vom MCI und Dr. Jana Siebert von der Palacky University Olomouc mit ihrem Projekt „PerFake“ ein.

    “Falschinformationen waren schon immer ein Teil unserer Gesellschaft”, sagt Johannes Siebert. Durch die Volksabstimmung zum Brexit und die US-Präsidentschaftswahlen 2016 wurde Fake News – “Falschinformation, die bewusst gestreut wird, um Meinungen zu manipulieren”, so der Professor – zu einem globalen Phänomen. Allgegenwärtig. Die Verbreitung von falschen Fakten sei in den letzten Jahren durch digitale soziale Netzwerke begünstigt worden. Insbesondere dadurch, dass immer mehr Menschen, die in ihrer Facebook-Bubble leben, sie unreflektiert als Quelle für Nachrichten heranziehen. 

    Das vollständige Interview finden Sie hier: https://www.unipress.at/wissenschaft/faktenchecks-koennen-nur-ein-erster-schritt-sein/

  • Das Glück der klugen Entscheidung

    Das Glück der klugen Entscheidung

    Die wenigsten Menschen haben gelernt, wie man gute Entscheidungen trifft. Dabei macht die Fähigkeit, ganz bewusst optimale Entscheidungen zu finden, zufriedener im Leben. Im Standard erläutere ich, wie Menschen trainieren können, bessere Entscheidungen zu treffen, und in der Folge zufriedener mit ihrem Leben zu sein.

    Selbstbestimmt zu sein heißt, ständig eigene Entscheidungen zu treffen. Bekanntlich sind das aber nicht immer die richtigen. Nachher ist man meistens schlauer, aber dann auch häufig frustrierter, weil nicht das eingetreten ist, was eigentlich geplant war. Diesen Zusammenhang hat Johannes Siebert vom Management Center Innsbruck (MCI) mit seinem Team in mehreren empirischen Studien belegt: „Wir haben in einem Strukturgleichungsmodell gezeigt, dass, wer höhere proaktive kognitive Fähigkeiten für Entscheidungen hat, in der Folge zufriedener mit seinem Leben ist“, berichtet Siebert. Solche für kluge Entscheidungen im Privatleben oder in der Arbeitswelt notwendigen Fähigkeiten lassen sich durch entsprechende Schulungen verbessern….

    Den vollständigen Artikel von Johannes Lau finden Sie hier.

    Referenzen

    Siebert, Johannes U., Becker, Maxi; Oeser, Nadine. “Making the right career choice: A new educational tool to train decision-making proactivity in high school students” (Decision Sciences Journal for Innovative Education), https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/dsji.12280

    Siebert, Johannes U.; Kunz, Reinhard, Rolf, Philipp. “Effects of decision training on individuals’ decision-making proactivity”, European Journal of Operational Research, 294 (1) 2021, 264-282 https://doi.org/10.1016/j.ejor.2021.01.010

    Siebert, Johannes U.; Kunz, Reinhard, Rolf, Philipp. “Effects of Proactive Decision Making on Life Satisfaction”, European Journal of Operational Research, 280(1) 2020, 1171-1187,  doi.org/10.1016/j.ejor.2019.08.0111

    Siebert, Johannes U.; Kunz, Reinhard. “Developing and Validating the Multidimensional Proactive Decision-Making Scale”. Special Issue „Behavioral Operations Research“ in European Journal of Operational Research, 249(3) 2016, 864-877.dx.doi.org/10.1016/j.ejor.2015.06.066

  • Wie man die besseren Lebensentscheidungen fällt

    Wie man die besseren Lebensentscheidungen fällt

    Kann man lernen, Entscheidungen so zu treffen, dass sie Entwicklungen im Privaten oder in Unternehmen langfristig positiv beeinflussen? Nur wenn die Charaktereigenschaften stimmen, sagt die Forschung.

    „Ein Großteil der Unternehmen trifft extrem schlechte Entscheidungen, weil sie nicht in der Lage sind, ihre Ziele zu identifizieren“, erklärt Johannes Siebert vom Management Center Innsbruck (MCI). Nur wenn Ziele und Werte des Unternehmens definiert würden, können sie auch systematisch verfolgt werden. Geschieht dies nicht, regiert das Festhalten am Status quo, anstatt Veränderungen proaktiv einzuleiten. Sich richtig zu entscheiden, ist laut Siebert, auch die Grundlage für unternehmerischen Erfolg….

    Artikel Der Presse erläutere ich, wie Menschen Entscheidungen treffen und in der Folge zufriedener mit ihrem Leben sein können. Folgen Sie einfach diesem Link.

    Quellen

    Siebert, Johannes U.; Kunz, Reinhard, Rolf, Philipp. “Effects of decision training on individuals’ decision-making proactivity”, European Journal of Operational Research, 294 (1) 2021, 264-282 https://doi.org/10.1016/j.ejor.2021.01.010

    Siebert, Johannes U.; Kunz, Reinhard, Rolf, Philipp. “Effects of Proactive Decision Making on Life Satisfaction”, European Journal of Operational Research, 280(1) 2020, 1171-1187,  doi.org/10.1016/j.ejor.2019.08.0111

    Siebert, Johannes U.; Kunz, Reinhard. “Developing and Validating the Multidimensional Proactive Decision-Making Scale”. Special Issue „Behavioral Operations Research“ in European Journal of Operational Research, 249(3) 2016, 864-877.dx.doi.org/10.1016/j.ejor.2015.06.066

  • Effects of Decision Training On Individuals’ Decision-Making Proactivity

    Effects of Decision Training On Individuals’ Decision-Making Proactivity

    Die Entscheidungswissenschaften sind sich über die theoretische Relevanz des Entscheidungstrainings einig. Aus empirischer Sicht gibt es jedoch nur wenige Studien, die seine Wirksamkeit oder seinen praktischen Nutzen untersuchen, und noch weniger Studien, die sich mit den Auswirkungen von Entscheidungstraining auf die systematische Strukturierung von Problemen befassen. Diese Aufgabe wird jedoch weithin als die wichtigste in Entscheidungsprozessen angesehen, und aktuelle Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die effektive Strukturierung von Problemen und die Generierung von Alternativen – wie im Konzept der proaktiven Entscheidungsfindung dargestellt – die Zufriedenheit mit der Entscheidung sowie die Lebenszufriedenheit im Allgemeinen erhöht.

    In diesem Beitrag werden die Auswirkungen eines Entscheidungstrainings auf zwei Facetten der proaktiven Entscheidungsfindung – kognitive Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale – sowie auf die Zufriedenheit mit Entscheidungen empirisch untersucht. In quasi-experimentellen Feldstudien, die auf drei verschiedenen Entscheidungskursen und zwei Kontrollgruppen basieren, analysieren wir Längsschnittdaten von 1.013 Entscheidungsträgern/Analysten mit unterschiedlichen Erfahrungsniveaus. Die Ergebnisse zeigen positive Trainingseffekte auf proaktive kognitive Fähigkeiten und Entscheidungszufriedenheit, aber wir finden keinen Effekt auf proaktive Persönlichkeitsmerkmale und meist nicht-signifikante Interaktionen zwischen Training und Erfahrung. Diese Ergebnisse deuten auf die praktische Relevanz von Entscheidungstraining als Mittel zur Förderung effektiver Entscheidungsfindung auch bei erfahreneren Entscheidungsträgern hin.

    Die hier vorgestellten Ergebnisse können für Wissenschaftler aus dem Bereich Operations Research hilfreich sein, die sich für eine spezifische Schulung proaktiver kognitiver Fähigkeiten in Kursen zur Entscheidungsqualität und/oder Entscheidungstheorie einsetzen und in solchen Kursen auch die proaktive Entscheidungsfindung und die Entscheidungszufriedenheit der Teilnehmer steigern wollen. Unsere Ergebnisse sollten auch zu positiveren Entscheidungsergebnissen beitragen.

    Veröffentlichung Siebert, Johannes U.; Kunz, Reinhard, Rolf, Philipp. “Effects of decision training on individuals’ decision-making proactivity”, European Journal of Operational Research, 294 (1) 2021, 264-282, https://doi.org/10.1016/j.ejor.2021.01.010

  • Entwicklung und Validierung einer mehrdimensionalen Skala für Proaktives Entscheiden

    Entwicklung und Validierung einer mehrdimensionalen Skala für Proaktives Entscheiden

    Die Fähigkeit, Alternativen systematisch zu entwickeln, ist auch eine der sechs Dimensionen des Konstrukts „Proaktives Entscheiden“, das ich mit Kollege Kunz (Universität zu Köln) entwickelt habe. Im explorativen Stadium haben wir mit SPSS das Konstrukt theoretisch hergeleitet, konzeptualisiert und durch reliable und valide Items operationalisiert. Im konfirmatorischen Stadium haben wir unsere Skala quantitativ-empirisch getestet und validiert. Insgesamt konnten wir mit der Skala erstaunliche 48,3% der Varianz der Entscheidungszufriedenheit erklären.

    In einem Folgeartikel zeigen wir, dass proaktives Entscheiden erlernbar ist, und erklären mithilfe eines Strukturgleichungsmodells über 35% der Lebenszufriedenheit. In einer weiteren Arbeit zeigen wir, dass durch unterschiedliche Vorlesungsformate proaktives Entscheiden trainierbar ist (Siebert et al. 2021). Wer lernt, proaktiv in Entscheidungssituationen zu agieren, ist somit zufriedener mit seinem Leben. Daraus lässt sich sehr eindrucksvoll ein zentraler Kompetenzerwerb für Studierende begründen.

    Siebert, Johannes; Kunz, Reinhard. “Developing and Validating the Multidimensional Proactive Decision-Making Scale”. Sonderheft „Behavioral Operations Research“ der Zeitschrift European Journal of Operational Research, 249(3) 2016, 864-877

    Siebert, Johannes; Kunz, Reinhard, Rolf, Philipp. “Effects of Proactive Decision Making on Life Satisfaction” (European Journal of Operational Research, in press. https://doi.org/10.1016/j.ejor.2019.08.011)

    Siebert, Johannes; Kunz, Reinhard, Rolf, Philipp. “Effects of Proactive Decision Making on Life Satisfaction” (European Journal of Operational Research, in press. https://doi.org/10.1016/j.ejor.2019.08.011 )