Kategorie: Medien

  • Studienerfolg beginnt vor der ersten Vorlesung

    Studienerfolg beginnt vor der ersten Vorlesung

    Warum Studienabbrüche selten im Studium beginnen – und was Hochschulen daraus ableiten sollten.

    Wenn Studierende ihr Fach wechseln oder abbrechen, suchen wir die Ursachen meist im Studium: Prüfungsdruck, Betreuung, mangelnde Passung. Das greift zu kurz. Viele dieser Verläufe haben eine Vorgeschichte, die vor der ersten Vorlesung beginnt. Junge Menschen treffen eine weitreichende Bildungsentscheidung, ohne je gelernt zu haben, wie man dabei fundiert vorgeht. In der aktuellen Ausgabe von Forschung & Lehre (9/2026) plädiere ich dafür, Entscheidungskompetenz nicht als Sonderangebot für Unsichere zu verstehen, sondern als akademische Querschnittskompetenz.

    Die eigentliche Frage steht vor dem Vergleich

    „Ich schwanke zwischen BWL und VWL, aber Sportökonomie finde ich auch spannend.“ Naheliegend wäre, jetzt Studiengänge zu vergleichen. Die bessere Frage lautet: Welche Entscheidung steht hier eigentlich an? „Welches Fach soll ich studieren?“ führt zu einem anderen Suchprozess als „Welcher Bildungsweg passt zu meinen Zielen, Fähigkeiten und Lebensvorstellungen?“ Die zweite Frage öffnet den Blick – verglichen werden nicht mehr Fächer, sondern Wege in eine gewünschte Zukunft.

    Ziele zuerst, Alternativen danach

    Sind die Ziele geklärt, verändert sich auch die Suche nach Alternativen. Dann geht es nicht mehr nur um das Fach der Freunde oder die Hochschule in der Nähe. Ziele helfen, weitere Alternativen zu entwickeln und die Informationen zu identifizieren, die man für eine realistische Folgenabschätzung braucht. Am Ende bleiben häufig Zielkonflikte: fachlich attraktiv, aber weit entfernt; gute Berufsaussichten, aber wenige inhaltliche Anknüpfungspunkte. Solche Konflikte sollten nicht verdrängt, sondern explizit benannt werden.

    Mehr Information allein hilft hier begrenzt. Wer die eigene Entscheidungssituation nicht strukturieren kann, gewinnt durch zusätzliche Informationen nicht automatisch Orientierung.

    Entscheidungskompetenz ist trainierbar

    Das ist die gute Nachricht. Menschen erkennen in wichtigen Entscheidungssituationen häufig nur einen Teil ihrer relevanten Ziele und Alternativen – aber diese Fähigkeiten lassen sich gezielt stärken. In einer Studie im European Journal of Operational Research konnten wir zeigen, dass ein strukturiertes Training proaktive kognitive Entscheidungsfähigkeiten nachhaltig verbessert.

    Eine Aufgabe für das ganze System, nicht für eine Stelle

    Wenn Entscheidungskompetenz Voraussetzung erfolgreicher Bildungsverläufe ist, darf sie nicht von einer einzigen Stelle abhängen. Ihre Förderung muss vor dem Studium beginnen, in der Beratung aufgegriffen und im Studium weiterentwickelt werden. Hochschulen gestalten über Fristen, Wahlmöglichkeiten, Modulstrukturen und Studiengangsbeschreibungen ohnehin eine Entscheidungsarchitektur – ob bewusst oder nicht. Konkrete Ansatzpunkte sind Module in der Studieneingangsphase, Reflexionsaufgaben im Studium Generale, digitale Hilfen bei der Schwerpunktwahl oder strukturierte Formate in Studienberatung und Career Services. Sie ersetzen bestehende Angebote nicht, sondern machen sie wirksamer.

    Abbruch ist nicht gleich Scheitern

    Eine gute Hochschule sollte nicht jeden Studienabbruch verhindern, sondern Studierende befähigen, rechtzeitig zu erkennen, ob sie auf dem richtigen Weg sind. Eine fundierte Wahl kann auch zu einem Fachwechsel, einer Ausbildung oder einem direkten Berufseinstieg führen. Problematisch ist nicht der Wechsel an sich, sondern wenn er aus vermeidbarer Orientierungslosigkeit, unklaren Zielen oder fehlender Kenntnis relevanter Alternativen entsteht.

    Studienerfolg beginnt nicht mit der ersten Prüfung. Er beginnt mit der Fähigkeit, den eigenen Bildungsweg bewusst zu wählen.

    Zum Beitrag Siebert, J. U. (2026). Den Blick öffnen. Mit Entscheidungskompetenz durch Studium und Berufseinstieg. Forschung & Lehre, 9/26, 52–53. ↗
    Literatur Siebert, J. U., Keeney, R. L. (2015). Creating More and Better Alternatives for Decisions Using Objectives. Operations Research, 63(5), 1144–1158. Siebert, J. U., Kunz, R., Rolf, P. (2021). Effects of decision training on individuals’ decision-making proactivity. European Journal of Operational Research, 294(1), 264–282.
  • Entscheidungswissenschaftler Johannes Siebert: Schule vorbei – und jetzt? Wie junge Menschen den passenden Beruf finden

    Entscheidungswissenschaftler Johannes Siebert: Schule vorbei – und jetzt? Wie junge Menschen den passenden Beruf finden

    Was kommt nach der Schule? Die Berufs- und Studienwahl ist eine der ersten großen Lebensentscheidungen junger Menschen – und oft auch eine der schwersten. Warum sie so viel mehr ist als ein „Pflichtprogramm“ und welche Chancen darin stecken, erklärt Entscheidungswissenschaftler Prof. Johannes Siebert.

    Viele junge Menschen fragen sich zurzeit: „Was mache ich nach der Schule?“ Warum ist diese Entscheidung so wichtig?

    Die Berufs- und Studienwahl ist für viele von ihnen eine der ersten großen Entscheidungen, die sie selbstständig treffen müssen. Sie beeinflusst nicht nur ihre berufliche Laufbahn, sondern auch ihr Selbstbewusstsein und ihre Zukunftschancen. Kurz: ihr Leben. Es ist zwar oftmals ohne großen bürokratischen Aufwand möglich, die zunächst getroffene Entscheidung für ein Studium oder eine berufliche Ausbildung nachträglich abzuändern. 

    Doch hierbei kommt es, wie Umfragen zeigen, nicht selten zu erheblichen individuellen psychologischen Belastungen der jungen Menschen – ganz abgesehen von gesamtökonomischen Folgen wie einem gesteigerten Fachkräftemangel und einer geringeren volkswirtschaftlichen Produktivität infolge des verspäteten Berufseinstiegs.

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    Lesen Sie den vollständigen Artikel hier: https://www.focus.de/familie/ausbildung/entscheidungswissenschaftler-johannes-siebert-schule-vorbei-und-jetzt-wie-junge-menschen-den-passenden-beruf-finden_22435455-3583-4c2a-8981-3b80dd727a0b.html

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  • Kluge Entscheidungen sind der Schlüssel

    Kluge Entscheidungen sind der Schlüssel

    Beim 2. Bildungs-Summit der Unternehmerverbände Niedersachsen habe ich einen Impuls zu der Frage gehalten, die in der Berufsorientierung meist übersprungen wird: Junge Menschen lernen viel darüber, welche Wege es gibt – aber kaum etwas darüber, wie man zwischen ihnen entscheidet.

    Vortrag: Kluge Entscheidungen sind der Schlüssel – Berufliche Orientierung durch Entscheidungsanalyse
    Veranstaltung: 2. UVN Bildungs-Summit „Berufsorientierung als Schlüssel zum Erfolg“
    Datum und Ort: 19. März 2025, Karriere-Campus Hannover
    Veranstalter: Unternehmerverbände Niedersachsen e.V. (UVN)
    Veranstaltungsseite der UVN  ·  Aufzeichnung des Summits

    Rund 250 Gäste aus Wirtschaft, Schule und Politik waren am Karriere-Campus in Hannover zusammengekommen. Welches Gewicht das Thema in Niedersachsen hat, zeigte auch die politische Besetzung: Mit Kultusministerin Julia Willie Hamburg und Wirtschaftsminister Olaf Lies – inzwischen Ministerpräsident des Landes – nahmen zwei Landesminister am Summit teil.

    Aufschieben ist auch eine Entscheidung

    Etwa ein Drittel der Jugendlichen bricht Ausbildung oder Studium nach kurzer Zeit wieder ab – mit Folgen für den Fachkräftebedarf und mit erheblicher Belastung für die Betroffenen selbst. Ein Grund dafür wird selten benannt: Viele junge Menschen sehen Entscheidungen als Probleme, die man lösen muss. Probleme lösen ist unangenehm – also schiebt man sie auf. Irgendwann schließt sich das Zeitfenster, und es bleibt nur noch das Übriggebliebene. Oder man macht „erst mal nichts“, und auf das erste „erst mal nichts“ folgt ein zweites.

    Wir müssen junge Menschen nicht nur für Berufe begeistern, sondern auch für ihre Berufs- und Studienwahl.

    Entscheidungskompetenz ist der fehlende Baustein

    Praktika, Check-U, Jobmessen, Tage der offenen Tür: Die bestehenden Angebote leisten viel, und sie haben eines gemeinsam – sie erweitern die Wahlmöglichkeiten. Die Wahl selbst nehmen sie niemandem ab. Dafür braucht es die Fähigkeit, eigenständig und fundiert zu entscheiden. Entscheidungskompetenz ist deshalb keine Konkurrenz zur bestehenden Berufsorientierung, sondern der Baustein, der sie erst wirksam macht.

    Wie das konkret geht, habe ich am Beispiel von KLUGentscheiden gezeigt, das ich als Forschungsprojekt an der Universität Bayreuth initiiert habe. Mit Methoden der Entscheidungsanalyse zerlegen wir gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern ihre Entscheidung in bewältigbare Teilschritte: Ziele klären, Handlungsalternativen entwickeln, beides zusammenbringen. Die Analyse unterstützt unser digitales Tool KLUGnavi. Die Evaluation zeigt, dass die Jugendlichen die Berufs- und Studienwahl danach als weniger schwierig wahrnehmen und sich als proaktiver und selbstwirksamer einschätzen (Siebert, Becker & Oeser, 2023, Decision Sciences Journal of Innovative Education 21(1), 10–25).

    Der Engpass liegt bei der Verankerung

    Das Interesse der Lehrkräfte ist groß – allein in Bayern haben wir über 400 von ihnen als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren fortgebildet, die Materialien stehen kostenlos zur Verfügung. Die eigentliche Hürde kommt danach: Gerade die engagiertesten Lehrkräfte stoßen bei der dauerhaften Verankerung an ihrer Schule auf Widerstände.

    Wie es gehen kann, zeigt das Saarland. Dort läuft mit „KLUGentscheiden! goes Saar“ ein von den gesetzlichen Krankenkassen gefördertes Projekt, das gemeinsam mit dem Landesamt für Pädagogik und Medien und dem Ministerium für Bildung und Kultur bis 2027 genau daran arbeitet: Materialien an unterschiedliche Zeitmodelle anpassen, Lehrkräfte über Train-the-Trainer befähigen und die Durchführung in die Hände der Schulen legen. Genau diese Form der strukturellen Verankerung braucht es – und genau darüber habe ich in Hannover gesprochen.

    Mehr zu Materialien und Fortbildungen: klugentscheiden.org

  • Lügen und Manipulation im Netz: Profi zeigt zwei Methoden, wie Sie sich effektiv gegen Fake News wappnen können

    Lügen und Manipulation im Netz: Profi zeigt zwei Methoden, wie Sie sich effektiv gegen Fake News wappnen können

    Fake News werden gezielt verbreitet, um Meinungen und damit auch Wahlen zu manipulieren. Im Kampf gegen ihre öffentliche Wirksamkeit bleiben Faktenchecks allein machtlos. Doch in Verbindung mit weiteren Instrumenten lässt sich die Widerstandskraft gegen Falschbehauptungen dauerhaft stärken.

    „Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht”, erklärte der US-amerikanische Präsident Abraham Lincoln vor mehr als 150 Jahren. Auch wenn er den Einfluss von Fake News auf die öffentliche Meinung schon damals lebhaft vor Augen hatte, war er doch zuversichtlich genug zu glauben, dass sich – jedenfalls bei der Mehrheit der Menschen – die Wahrheit am Ende durchsetzen werde. Können wir diesen Optimismus im Zeitalter von manipulationsanfälligen Internet-Medien und ihrer globalen Vernetzung noch teilen?

    Resignation ist, trotz prominenter gegenteiliger Erfahrungen, eindeutig fehl am Platz. Eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien hat sich in jüngster Zeit mit der Wirkungsweise von Fake News befasst und effektive Gegenmittel entwickelt. Die Ergebnisse geben Anlass zur Besorgnis, aber ebenso zeigen sie: Wir sind der Verführungskraft von Fake News keineswegs wehrlos ausgeliefert. Und möglicherweise kann schon die Lektüre dieses Artikels dazu beitragen, dass Sie in Zukunft bewusster und widerstandsfähiger auf Kampagnen reagieren, die Ihnen etwas weismachen wollen, was Sie von sich aus nie glauben würden.

    Lesen Sie den vollständigen Artikel hier: https://www.focus.de/experts/profi-zeigt-zwei-methoden-wie-sie-sich-effektiv-gegen-fake-news-wappnen-koennen_id_260161530.html

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  • Generation A – Jungen Menschen Entscheidungen erleichtern

    Generation A – Jungen Menschen Entscheidungen erleichtern

    BAYREUTH. Können junge Menschen überhaupt selbst für sich entscheiden – und gut für sich entscheiden? Natürlich, sagt Prof. Johannes Siebert, und hat eine Aufgabe für die Zuhörer: Ein Jugendlicher möchte am Wochenende mit seinen Freunden Computer spielen. „Durchzocken“, nennen es die jungen Leute. Allerdings hat er im vergangenen Jahr nicht die beste schulische Leistung gezeigt – und gerade nach dem Zock-Wochenende läuft eine wichtige Prüfung in Mathematik. Als Eltern erlauben oder nicht? Die Zuhörer sagen eindeutig nein. Was passiert in einer Familie? Die Eltern sagen, wenn Du versprichst, bis zum Zock-Wochenende jeden Tag mindestens zwei Stunden zu pauken, dann erlauben wir es. Aber wer trifft dann die Entscheidung? „Die Eltern“, sagt Siebert. Doch es gebe einen Weg für den jungen Menschen, selbst Kontrolle über die Entscheidung zu bekommen. Er kann selber vorschlagen, bis zum Donnerstag vor dem Zock- Wochenende zu lernen – und sich dann von seinen Eltern abhören zu lassen. Beherrscht er den Stoff, kann er zocken. Wenn nicht – fällt das Zocken aus.

    Johannes Siebert arbeitet am Management Center Innsbruck und ist Privatdozent an der Universität Bayreuth. Er berät das Pentagon und ist Kolumnist für das Magazin „Focus“. An der Bayreuther Uni ist er federführend beim Forschungsprojekt „Klug entscheiden!“. Sich klug zu entscheiden, sagt er, könne das Leben verändern. Deshalb will er die Entscheidungskompetenz von jungen Menschen stärken. Vereinfacht gesagt: Wenn junge Menschen gute Entscheidungen treffen können, können sie auch bessere Entscheidungen bei ihrer Ausbildung treffen. Das führe zu weniger Abbruch von Ausbildungen, Jugendliche scheitern weniger – und werden glücklicher.

    Weniger Handlungsoptionen gewünscht

    Klingt einfach und ist einfacher als gedacht. Das Projekt wird schon in vielen Schulen umgesetzt, in Kulmbach gibt es bald zwei „Leuchtturm-Schulen“. Schüler brechen komplexe Entscheidungen in kleine Teilschritte herunter. Problem: Die Kids würden „bombardiert“ mit Handlungsoptionen – etwa Zehntausende von Studienmöglichkeiten. „Aber wenn die Kompetenz fehlt“, mahnt Siebert, „gehen die ganzen Angebote ins Leere.“ Das Prinzip ist wie beim Online-Schuhhändler Zalando: Je mehr Kriterien man angibt, desto geringer die Auswahl. Bis der richtige Schuh rauskommt……

    Den vollständigen, exzellenten Beitrag von Chefreporter Otto Lapp vom Nordbayerichen Kurier finden Sie hier: https://www.kurier.de/inhalt.generation-a-lost-am-handy-oder-was.210c70c8-81d9-4def-a5a3-b36ea31fb743.html

  • Vom Wunsch zur Wirklichkeit: Glück finden! Wenn Sie 6 Schritte beachten, treffen Sie gute Entscheidungen

    Vom Wunsch zur Wirklichkeit: Glück finden! Wenn Sie 6 Schritte beachten, treffen Sie gute Entscheidungen

    Mit Entscheidungen können wir unser Leben aktiv gestalten ─ beruflich wie privat. Aber wie gelingen uns Entscheidungen, die unser Leben mit hoher Wahrscheinlichkeit so beeinflussen, wie wir uns dies wünschen? Entscheidungswissenschaftler Johannes Siebert gibt Antworten.

    Oft investieren wir in wichtige Entscheidungen viel Zeit und Energie. Trotzdem kommt es vor, dass wir im Nachhinein mit uns selber unzufrieden sind. Aber wann ist Selbstkritik wirklich gerechtfertigt? Was macht überhaupt eine gute Entscheidung aus?

    Nur wenn wir uns darüber klar sind, wie wir gute Entscheidungen treffen können, sind wir in der Lage, durch eigenes Handeln die eigene Lebenszufriedenheit zu steigern.

    Vorab ein zentraler Punkt: Die Ergebnisse unserer Entscheidungen sind kein Kriterium für deren Qualität. Denn obwohl wir die Zukunft beeinflussen können, liegt es niemals ausschließlich an uns, wie sie sich gestaltet. Immer bleibt ein Rest von Unsicherheit.

    Stellen wir uns vor, wir entscheiden uns für ein Reiseziel, das für weiße Sandstrände und zuverlässig sonniges Wetter in den Sommermonaten bekannt ist. Und dann erleben wir vor Ort heftige Regenschauer, kalten Wind oder ein Tankerunglück, das den Strand verschmutzt.

    Haben wir deshalb eine schlechte Entscheidung getroffen? Nein, denn all dies konnten wir weder vorhersehen noch beeinflussen, als wir die Entscheidung getroffen haben.

    Stattdessen hängt die Qualität unserer Entscheidungen von sechs Elementen ab, die wir weitgehend selbst in der Hand haben und die wie die Glieder einer Kette ineinandergreifen. Dabei gilt: Die Entscheidung kann niemals besser sein als das schwächste Glied der Kette. Es lohnt sich also, eine möglichst hohe Qualität in allen folgenden sechs Elementen anzustreben!

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    Lesen Sie den vollständigen Artikel hier: https://www.focus.de/experts/vom-wunsch-zur-wirklichkeit-yes-we-can-mit-diesen-6-schritten-finden-sie-ihr-persoenliches-glueck_id_259842310.html

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  • Trotz Druck von Fans und Medien: Warum Vereine bei Trainerentlassungen zweimal überlegen sollten

    Trotz Druck von Fans und Medien: Warum Vereine bei Trainerentlassungen zweimal überlegen sollten

    Wenn eine Mannschaft im Profifußball nicht die erhofften Ergebnisse erzielt, rufen viele Fans fast schon reflexartig nach einem neuen Trainer. In meinem Beitrag auf Focus Online erläutere ich, warum es oft schlecht wäre, dieser Forderung nachzugeben.

    Eine Mannschaft liegt zurück und benötigt zwei Tore in der letzten Viertelstunde, um das Spiel herumzureißen. In dieser kritischen Situation entscheidet der Trainer, einen Stürmer für einen Verteidiger einzuwechseln. Dieser schießt die zwei herbeigesehnten Tore und die Mannschaft gewinnt. War die Einwechslung des Stürmers eine gute Entscheidung des Trainers? Viele Fans, Kommentatoren und Medien sagen eindeutig „Ja!“. Im Falle einer Niederlage, hätten sie vehement die Entlassung des Trainers gefordert, den sie jetzt für seine taktische Weitsicht feiern. Entscheidungstheoretisch gesehen, ist diese Reaktion – so nachvollziehbar sie auf den ersten Blick sein mag – nicht sinnvoll.

    Deutlich wird das an einem Gegenbeispiel. Angenommen, Dietmar Hamann, der seine aktive Karriere längst beendet hat und als Experte beim Fernsehen arbeitet, ist spielberechtigt und sitzt einsatzbereit auf der Ersatzbank. Vom Trainer wird er eine Viertelstunde vor Spielende eingewechselt, ein Befreiungsschlag des Gegners trifft ihn am Rücken, und der Ball springt ins Tor. Wenige Sekunden vor dem Abpfiff kommt es zu einer ähnlichen Szene. So erzielt Dietmar Hamann das erlösende Tor. Die Mannschaft ist Sieger. War es eine gute Entscheidung, den „Fußballrentner“ Hamann einzuwechseln? Sicherlich nicht. Vielleicht hätte der Trainer aber auch eine Entscheidung treffen können, deren Siegwahrscheinlichkeit höher ist.

    Bei Bayern München haben Jupp Heynckes und Pep Guardiola früher beispielsweise manchmal als taktische Maßnahme den sehr kopfballstarken Abwehrspieler Daniel von Buyten ins Sturmzentrum beordert, statt ihn durch einen weiteren Stürmer zu ersetzen. Van Buyten hat bis zu zwei Gegenspieler gebunden und dadurch Räume für seine Mitspieler geschaffen. Für solche Maßnahmen werden Trainer weniger von Fans und Medien gefeiert. Der Grund dafür ist, dass das Entscheidungsergebnis nicht unmittelbar in Zusammenhang mit der Entscheidung des Trainers gebracht wird, wie es der Fall wäre, wenn ein Einwechselspieler ein Tor erzielt.

    …

    Lesen Sie den vollständigen Artikel hier: https://www.focus.de/experts/entscheidungsexperte-warnt-warum-vereine-bei-trainerentlassungen-zweimal-ueberlegen-sollten_id_259845761.html

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  • Richtig Entscheiden: Stellen Sie sich drei Schlüsselfragen, um Träume zu verwirklichen

    Richtig Entscheiden: Stellen Sie sich drei Schlüsselfragen, um Träume zu verwirklichen

    In meinem Beitrag auf FOCUS Online erläutere ich den größten Fehler, der bei der Entscheidungsfindung gemacht wird, und wie Sie diesen einfach vermeiden können.

    Der größte Fehler liegt darin, dass viele Menschen sich mit den vorgegebenen Entscheidungssituationen begnügen und nicht aktiv damit beschäftigen, worüber sie (eigentlich) entscheiden sollten. Es ist wichtig, über den Tellerrand hinauszuschauen und (pro-)aktiv die Kontrolle über unsere eigenen Entscheidungen zu übernehmen.

    Und es gibt Hoffnung! Proaktive Entscheidungsfindung ist eine Fähigkeit, die jeder erlernen kann. Ein wirksamer Ansatz ist, jede Entscheidungssituation mit drei Schlüsselfragen zu durchdenken:

    1. Wie können wir Entscheidungssituationen möglichst gut definieren?
    2. Wie lassen sich die für eine Entscheidung relevanten Ziele identifizieren?
    3. Wie entdecken wir besonders gute Handlungsoptionen?

    Diese und weitere Fragen beantworte ich im Interview. Lesen den vollständigen Artikel hier: https://www.focus.de/experts/fundierte-entscheidungsfindung-stellen-sie-sich-drei-schluesselfragen-um-traeume-zu-verwirklichen_id_259706293.html

    Zudem spreche ich über die Bedeutung, Ihr eigener Entscheidungsarchitekt zu sein – ein Konzept, das ich in meinem TEDxTalk vertiefe. (https://bit.ly/TEDxTalkSiebert, deutsche Übersetzung: https://bit.ly/TEDxTalkText)

    Suchen Sie nach vertiefenden Einblicken? Mein kostenloser Online-Kurs „Proaktiv smarte Entscheidungen zu treffen“ wartet mit umfassendem Material auf Sie – ideal für einen verregneten Februar. Entdecken Sie Strategien für kluge Entscheidungen und erweitern Sie Ihren Horizont von zu Hause aus. Melden Sie sich jetzt an und nutzen Sie die Gelegenheit, Ihr Wissen zu erweitern!

    Kurs entdecken: https://imoox.at/course/smartentscheiden

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  • MCI-Prof. Johannes Siebert gewinnt prestigeträchtigen Best Paper Award

    MCI-Prof. Johannes Siebert gewinnt prestigeträchtigen Best Paper Award

    Wir freuen uns sehr darüber, dass der Artikel „Making a good career choice: A decision‐analytical intervention to enhance proactive decision‐making and career choice self‐efficacy in high school students“ Prof. Johannes Siebert, Dr. Nadine Oeser und Dr. Maxi Becker mit dem Best Research Paper 2023 der renommierten Zeitschrift Decision Sciences Journal of Innovative Education ausgezeichnet wurde.

    In Vorgängerstudien konnten Siebert/Kunz/Rolf (2020, 2021) die Wirksamkeit von Entscheidungskompetenztrainings für Studierende und Manager:innen belegen. Zusammengenommen erlauben die Studien die Schlussfolgerung, dass die proaktiven kognitiven Fähigkeiten beim Treffen von Entscheidungen durch Entscheidungskompetenztrainings verbessert werden können und in der Folge die Teilnehmenden eine höhere Selbstwirksamkeit erfahren und zufriedener mit ihrem Leben sind. Motiviert von diesen Forschungsergebnissen wollte Prof. Siebert in Analogie zu diesen Studien die Wirksamkeit der KLUG-Entscheidungskompetenztrainings untersuchen. 

    Den vollständigen Beitrag finden Sie hier auf den Seiten des MCIs: https://www.mci.edu/de/news-filter/159-studiengaenge/news-business-management/5454-best-paper-award-decision-sciences-de

  • Was bei der Berufsorientierung in der Schule wichtig ist: Forschende erklären, wie man Schüler und Schülerinnen bei der Studien- oder Ausbildungswahl am besten unterstützt

    Die Abbruchquoten bei Auszubildenden und Studienanfängerinnen und Studienanfängern sind hoch – etwa jeder und jede Vierte bricht im Schnitt wieder ab. Den Schulen kommt bei der vorhergehenden Berufsorientierung eine wichtige Rolle zu. Prof. Dr. Johannes Siebert vom Management Center Innsbruck erklärt, welchen Fehler man dabei vermeiden sollte.  

    Den vollständigen, exzellenten Beitrag von Lena Sterz vom Campus Schulmagazin finden Sie hier: https://www.campus-schulmanagement.de/magazin/was-bei-der-berufsorientierung-in-der-schule-wichtig-ist