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  • Richtig Entscheiden: Stellen Sie sich drei Schlüsselfragen, um Träume zu verwirklichen

    Richtig Entscheiden: Stellen Sie sich drei Schlüsselfragen, um Träume zu verwirklichen

    In meinem Beitrag auf FOCUS Online erläutere ich den größten Fehler, der bei der Entscheidungsfindung gemacht wird, und wie Sie diesen einfach vermeiden können.

    Der größte Fehler liegt darin, dass viele Menschen sich mit den vorgegebenen Entscheidungssituationen begnügen und nicht aktiv damit beschäftigen, worüber sie (eigentlich) entscheiden sollten. Es ist wichtig, über den Tellerrand hinauszuschauen und (pro-)aktiv die Kontrolle über unsere eigenen Entscheidungen zu übernehmen.

    Und es gibt Hoffnung! Proaktive Entscheidungsfindung ist eine Fähigkeit, die jeder erlernen kann. Ein wirksamer Ansatz ist, jede Entscheidungssituation mit drei Schlüsselfragen zu durchdenken:

    1. Wie können wir Entscheidungssituationen möglichst gut definieren?
    2. Wie lassen sich die für eine Entscheidung relevanten Ziele identifizieren?
    3. Wie entdecken wir besonders gute Handlungsoptionen?

    Diese und weitere Fragen beantworte ich im Interview. Lesen den vollständigen Artikel hier: https://www.focus.de/experts/fundierte-entscheidungsfindung-stellen-sie-sich-drei-schluesselfragen-um-traeume-zu-verwirklichen_id_259706293.html

    Zudem spreche ich über die Bedeutung, Ihr eigener Entscheidungsarchitekt zu sein – ein Konzept, das ich in meinem TEDxTalk vertiefe. (https://bit.ly/TEDxTalkSiebert, deutsche Übersetzung: https://bit.ly/TEDxTalkText)

    Suchen Sie nach vertiefenden Einblicken? Mein kostenloser Online-Kurs „Proaktiv smarte Entscheidungen zu treffen“ wartet mit umfassendem Material auf Sie – ideal für einen verregneten Februar. Entdecken Sie Strategien für kluge Entscheidungen und erweitern Sie Ihren Horizont von zu Hause aus. Melden Sie sich jetzt an und nutzen Sie die Gelegenheit, Ihr Wissen zu erweitern!

    Kurs entdecken: https://imoox.at/course/smartentscheiden

    Bleiben Sie auf dem Laufenden und verpassen Sie keinen meiner Beiträge im FOCUS Online Expert Circle. Für spannende Einblicke und aktuelle Diskussionen, folgen Sie mir und vernetzen Sie sich gerne mit mir. Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen!

  • MCI-Prof. Johannes Siebert gewinnt prestigeträchtigen Best Paper Award

    MCI-Prof. Johannes Siebert gewinnt prestigeträchtigen Best Paper Award

    Wir freuen uns sehr darüber, dass der Artikel „Making a good career choice: A decision‐analytical intervention to enhance proactive decision‐making and career choice self‐efficacy in high school students“ Prof. Johannes Siebert, Dr. Nadine Oeser und Dr. Maxi Becker mit dem Best Research Paper 2023 der renommierten Zeitschrift Decision Sciences Journal of Innovative Education ausgezeichnet wurde.

    In Vorgängerstudien konnten Siebert/Kunz/Rolf (2020, 2021) die Wirksamkeit von Entscheidungskompetenztrainings für Studierende und Manager:innen belegen. Zusammengenommen erlauben die Studien die Schlussfolgerung, dass die proaktiven kognitiven Fähigkeiten beim Treffen von Entscheidungen durch Entscheidungskompetenztrainings verbessert werden können und in der Folge die Teilnehmenden eine höhere Selbstwirksamkeit erfahren und zufriedener mit ihrem Leben sind. Motiviert von diesen Forschungsergebnissen wollte Prof. Siebert in Analogie zu diesen Studien die Wirksamkeit der KLUG-Entscheidungskompetenztrainings untersuchen. 

    Den vollständigen Beitrag finden Sie hier auf den Seiten des MCIs: https://www.mci.edu/de/news-filter/159-studiengaenge/news-business-management/5454-best-paper-award-decision-sciences-de

  • Was bei der Berufsorientierung in der Schule wichtig ist: Forschende erklären, wie man Schüler und Schülerinnen bei der Studien- oder Ausbildungswahl am besten unterstützt

    Was bei der Berufsorientierung in der Schule wichtig ist: Forschende erklären, wie man Schüler und Schülerinnen bei der Studien- oder Ausbildungswahl am besten unterstützt

    Die Abbruchquoten bei Auszubildenden und Studienanfängerinnen und Studienanfängern sind hoch – etwa jeder und jede Vierte bricht im Schnitt wieder ab. Den Schulen kommt bei der vorhergehenden Berufsorientierung eine wichtige Rolle zu. Prof. Dr. Johannes Siebert vom Management Center Innsbruck erklärt, welchen Fehler man dabei vermeiden sollte.  

    Den vollständigen, exzellenten Beitrag von Lena Sterz vom Campus Schulmagazin finden Sie hier: https://www.campus-schulmanagement.de/magazin/was-bei-der-berufsorientierung-in-der-schule-wichtig-ist

  • Wie Sie Ihr eigener Entscheidungsarchitekt werden und bessere Karriereentscheidungen treffen

    Wie Sie Ihr eigener Entscheidungsarchitekt werden und bessere Karriereentscheidungen treffen

    Die einzige Möglichkeit, wie Sie etwas in Ihrem Leben gezielt beeinflussen können, sind Ihre Entscheidungen. Der Rest Ihres Lebens passiert einfach. Dieser Artikel bietet praktische Konzepte und nützliche Verfahren, die Sie befähigen, Ihr eigener oder Ihre eigene Entscheidungsarchitekt(in) zu werden, um systematisch bessere Entscheidungen zu treffen und Ihr Leben zu verbessern. Darüber hinaus werden konkrete Tipps für Karriereentscheidungen abgeleitet.

    Anmerkung: Dieser Artikel basiert auf dem TEDxInnsbruck „Give yourself a nudge: How you can make better decisions”, 2021, (abrufbar unter https://www.ted.com/talks/johannes_siebert_nudge_yourself_to_make_better_decisions). Darüber hinaus werden konkrete Tipps für Karriereentscheidungen gegeben.

    Den Artikel finden Sie hier:

    https://www.researchgate.net/publication/374589021_Wie_Sie_Ihr_eigener_Entscheidungsarchitekt_werden_und_bessere_Karriereentscheidungen_treffen

  • Das Forschungsprojekt „KLUGentscheiden!“ fördert die Studien- und Berufswahl von Schüler*innen

    Das Forschungsprojekt „KLUGentscheiden!“ fördert die Studien- und Berufswahl von Schüler*innen

    Richtige Entscheidungen für den eigenen Lebensweg zu treffen, kann man lernen. Das Projekt „KLUG entscheiden!“ der Universität Bayreuth zeigt: Junge Menschen, die kurz vor Ihrem Schulabschluss ein systematisches Training ihrer Entscheidungskompetenzen erhalten, ziehen bei der Wahl eines Studiengangs oder einer beruflichen Ausbildung ihre Fähigkeiten und langfristigen Interessen weitaus gründlicher in Betracht, als wenn sie spontan den eigenen Wunschvorstellungen folgen oder nur den Empfehlungen anderer vertrauen. In den nächsten Wochen soll die im Projekt erfolgreich etablierte Zusammenarbeit mit ausgewählten „Leuchtturm-Schulen“ in Oberfranken weiter intensiviert und ausgebaut werden.

    Koordinator von „KLUG entscheiden!“ ist Prof. Dr. Johannes Siebert, der das Projekt an der Universität Bayreuth aufgebaut hat und heute am MCI Management Center Innsbruck lehrt und forscht. Die fachdidaktische Beratung liegt bei Dr. Manuel Friedrich, Leiter der Didaktik der Ökonomie an der Universität Bayreuth. Das Projekt wird von der Adalbert-Raps-Stiftung, der Rainer Markgraf Stiftung und der Oberfrankenstiftung finanziell unterstützt und bis Ende 2024 in Zusammenarbeit mit der Universität Bayreuth fortgesetzt.

    Entscheidungstrainings für Schüler*innen

    Langjährige Forschungsarbeiten zu Theorie und Praxis der Entscheidungsfindung bilden die Grundlagen für eine fundierte Beratung von Lehrkräften sowie für die Konzeption und Durchführung von Workshops mit Schüler*innen. Eine in „Decision Sciences – Journal of Innovative Education” erschienene, von Siebert koordinierte Studie belegt die Wirksamkeit von zweitägigen Workshops, an denen Schüler*innen beruflicher Oberschulen in Oberfranken teilgenommen haben.

    Die vollständige von Christian Wissler verfasste Pressemitteling der Universität Bayreuth finden Sie hier: https://www.uni-bayreuth.de/pressemitteilung/KLUG-entscheiden

  • Applying Decision Analysis to Diverse Domains: An Introduction to the Special Issue

    Applying Decision Analysis to Diverse Domains: An Introduction to the Special Issue

    Die Entscheidungsanalyse floriert in der Operations Research Community

    Die Entscheidungsanalyse (DA) ist eines der wichtigsten Instrumente des Operations Research (OR). Die DA ist besonders effektiv bei der Abbildung der realen Welt auf die Modelldarstellung, um die Anwendung formaler Analysen zu ermöglichen. Die DA ist ein flexibles Modellierungsparadigma, das seit den 1960er Jahren existiert und auf der statistischen Entscheidungstheorie, Elementen des Nutzens aus der Wirtschaftswissenschaft, der Wahrscheinlichkeitstheorie, der dynamischen Programmierung und der stochastischen Programmierung basiert. Sie zielt darauf ab, eine optimale Vorgehensweise für Entscheidungsprobleme mit Unsicherheiten, die sich auf Ergebnisse und Werte auswirken, zu ermitteln. Optimal bedeutet hier Maximierung des erwarteten Nutzens, was nach der Entscheidungstheorie gleichbedeutend ist mit der Befolgung der Axiome der Rationalität bei einer Reihe von Überzeugungen.
    Artikel über DA sind mit einiger Regelmäßigkeit in Interfaces (dem Vorgänger des INFORMS Journal on Applied Analytics (IJAA)) erschienen, wobei sich frühe Anwendungen auf die Politik und spätere auf die Forschung und Entwicklung von Konsumgütern, Pharmazeutika sowie Öl und Gas konzentrierten, was ganz natürlich ist, weil es bei diesen Anwendungen unterschiedliche Entscheidungspunkte gibt, an denen Investitionen fortgesetzt oder gestoppt werden (was die Bedeutung der lateinischen Wurzel decidere ist). In einer Sonderausgabe von Interfaces aus dem Jahr 1992 mit dem Titel „Decision and Risk Analysis“ (Entscheidungs- und Risikoanalyse) wurden Anwendungen vorgestellt, die umfangreiche Darstellungen von Entscheidungsproblemen verwenden, wie z. B. Einflussdiagramme als Abstraktion des Entscheidungsbaums, Strategietabellen zur Definition komplexer Handlungsoptionen und praktische Techniken, die Value-focused Thinking und Wertehierarchien zur Umsetzung der Multiattribut-Nutzentheorie beinhalten.
    All diese Entwicklungen tragen dazu bei, das Wissen und die Anliegen der Problemverantwortlichen durch Modellspezifikation und Urteilserhebung zu erfassen. Darüber hinaus bilden DA-Modelle oft eine Schnittstelle zu separaten, anspruchsvollen technischen oder finanziellen Modellen oder sind diesen untergeordnet. Und DA-Darstellungen helfen dabei, die Implikationen von Modellen zu kommunizieren, z. B. durch Tornado-Diagramme, Portfoliodiagramme, kumulative Verteilungen und Risikoprofile.

    In den letzten Jahren wurde die DA um anspruchsvolle Berechnungsfunktionen erweitert. Obwohl sich bis heute viele DA-Anwendungen letztlich auf die Berechnung von Entscheidungsbäumen oder Ähnlichem beschränken, hat sich die Software verbessert und umfasst nun eine modulare grafische Entwicklung mit Schnittstellen zu Tabellenkalkulationen und Programmierumgebungen wie R und Python. Auch die mit der DA verbundene Theorie entwickelt sich weiter, z. B. die Gruppenentscheidungstheorie und die Erweiterung der Nutzentheorie auf Mehrparteien-Situationen, in denen Überlegungen wie Gerechtigkeit wichtig sind. Es gibt eine beträchtliche Menge an angrenzenden computerintensiven Arbeiten zu Bayes-Netzen, maschinellem Lernen und Inferenz. Die Wissenschaft der Datenerhebung hat sich exponentiell weiterentwickelt, angefangen bei einem besseren Verständnis von Urteilsverzerrungen, der Weisheit der Massen und anderen Möglichkeiten, die Urteile mehrerer Experten zu kombinieren, bis hin zu einer zunehmenden mathematischen und rechnerischen Raffinesse, die in jüngster Zeit mit Copulas zur Darstellung von Korrelationen unterschiedlicher Art zwischen Variablen vorangetrieben wurde. Wie in dieser Ausgabe zu sehen ist, wird die DA zunehmend mit anderen OR-Techniken verknüpft, wie z. B. der mathematischen Programmierung für Portfolio-DA, was zu Innovationen in Wissenschaft und Praxis führt. Somit ist DA ein spannendes Gebiet, das für die Leser der IJAA nicht nur aufgrund seiner eigenen Vorzüge von Interesse ist, sondern auch als ein Gebiet, das einen Mehrwert für andere Bereiche des OR darstellen kann.

    Saurabh Bansal, Jeffrey M. Keisler, Johannes U. Siebert, Karen E. Jenni (2023) Applying Decision Analysis to Diverse Domains: An Introduction to the Special Issue. INFORMS Journal on Applied Analytics 53(3):173-177. https://doi.org/10.1287/inte.2023.1163



  • Über eine im wahrsten Sinne des Wortes lebensverändernde Entscheidung: Kinder ja oder nein?

    Über eine im wahrsten Sinne des Wortes lebensverändernde Entscheidung: Kinder ja oder nein?

    Die Entscheidung, inwieweit man Kinder haben möchte, hat erhebliche Konsequenzen für den einzelnen, das Paar und die Familie. Daher sollte man sich intensiv mit dieser Entscheidung auseinandersetzen. In der Sonntagsausgabe von Die Presse gebe ich einige Hinweise für diese spezielle Entscheidung. Den lesenswerten Artikel von Frau Gabriel finden Sie hier: https://www.diepresse.com/6238448/kinderfrei-leben-ohne-reue

    Wer sich noch mehr für die Thematik interessiert, findet in diesem kostenlosen MOOC Smart Entscheiden (https://imoox.at/course/smartentscheiden).

    Wer sich noch mehr für die Entscheidung interessiert, inwieweit man Kinder haben möchte, findet weiteren Input in einem Interview im Standard aus dem August 2022. Den Artikel finden Sie hier: https://www.derstandard.at/story/2000137561015/wie-werde-ich-mir-klar-ob-ich-kinder-will

    Weitere Zeitungsbeiträge und Informationen zu meinen Forschungsinitiativen, Beratungsprojekten und meiner Person finden Sie auf meiner Website in den entsprechenden Kategorien,

  • Bekämpfung von Desinformation und Fake News

    Bekämpfung von Desinformation und Fake News

    Neue Methoden zur effektiven Minderung des Einflusses von Desinformation und Fake News auf die Meinungsbildung

    Die Recherchen um das Team Jorge, das mithilfe von Desinformationkampagnen demokratische Strukturen aushebelt, zeigt den unheilvollen Einfluss von Desinformation und Fake News auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Desinformation und Fake News wurden bereits durch die US-Präsidentschaftswahlen 2016 und die Volksabstimmung zum Brexit zu einem globalen Phänomen, insbesondere dadurch, dass immer mehr Menschen soziale Medien unreflektiert als Quelle für Nachrichten heranziehen. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (z.B. Chat GPT) in der Generierung und Verbreitung von Desinformation und Fake News potenziert deren Einfluss zukünftig. Die Verbreitung von Desinformation und Fake News im Internet und deren Folgen werden im Europäischen Parlament intensiv diskutiert. Dennoch gibt es bislang keine Übereinkunft, wie der Einfluss von Desinformation und Fake News vermindert werden soll.

    „Die Problematik von Desinformation und Fake News ist, dass, selbst wenn diese einwandfrei als solche identifiziert werden, immer noch ‚etwas hängen bleibt‘, also die Meinung nachhaltig beeinflusst“ erklärt Prof. Johannes Siebert, der am MCI | Die Unternehmerische Hochschule® forscht und unterrichtet. Dieses Phänomen nennt sich „Belief Perseverance Bias“ und erklärt den großen Einfluss von Desinformation und Fake News auf die Meinungsbildung und das Entscheidungsverhalten vieler Menschen. „Es gibt zahlreiche Redaktionen und gemeinnützige Organisationen, die Desinformation und Fake News identifizieren und die Bürgerinnen und Bürger über diese aufklären. Diese sehr aufwendige Arbeit trägt dazu bei, den Einfluss von Desinformation und Fake News zu reduzieren. Diese Faktenchecks können jedoch nur ein erster Schritt sein“ ergänzt Dr. Jana Siebert.

    Die beiden Forschenden haben sich in dem von der Europäischen Union und dem tschechischen Ministerium für Bildung, Jugend und Sport finanzierten Projekt „PerFake“ mit der methodischen Reduktion des Belief Perseverance Bias im Kontext von Desinformation und Fake News beschäftigt. Das Ziel des Projekts war es dazu beizutragen, den negativen Einfluss von Desinformation und Fake News zu reduzieren. Prof. Johannes Siebert und Dr. Jana Siebert haben zwei Methoden zur Reduktion dieses Biases entwickelt und in zwei Experimenten mit zahlreichen Teilnehmenden getestet und optimiert. Die ersten Ergebnisse und Schlussfolgerungen wurden in der Zeitschrift PLoS ONE veröffentlicht.

    Beide getesteten Debiasing-Methoden zeigten vielversprechende Ergebnisse, in dem sie den Belief Perseverance Bias der Teilnehmenden reduziert haben. Die Debiasing-Methode „Counter Speech“ setzt darauf, die Desinformation und Fake News durch klare Gegenargumente zu widerlegen. Die Debiasing-Methode „Awareness Training“ informiert allgemein die Teilnehmenden über die Existenz und Wirkungsweise des Belief Perseverance Biases. Ein solches Awareness Training könnte dazu beitragen, die Resilienz der Gesellschaft gegenüber Desinformation und Fake News zu erhöhen. Prof. Johannes Siebert erläutert, wie dies in der Praxis funktionieren kann: „Angenommen Sie haben eine Information erhalten, beispielsweise Sie haben eine Rede eines Politikers gehört oder auf Social Media einen Post gelesen. Ein Faktencheck zeigt, dass es sich um eine Desinformation handelt. Wenn Sie sich der Existenz des Belief Perseverance Biases bewusst sind, sollten Sie erkennen, dass Ihre ursprüngliche Meinung durch die Desinformation noch immer negativ beeinflusst sein könnte, und diesen Bias anschließend korrigieren.“ Dr. Jana Siebert ergänzt: „Es wäre daher wünschenswert, die Öffentlichkeit über den Belief Perseverance Bias und seine Funktionsweise aufzuklären. Zum Beispiel könnten Fact-Checking-Organisationen ihre Faktenchecks mit einem Hinweis auf den Belief Perseverance Bias ergänzen. Ein solcher Hinweis könnte die Wirksamkeit des Fakt-Checkings und die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft gegenüber Desinformation und Fake News deutlich erhöhen.“

    Siehe auch: https://www.mci.edu/de/news-filter/forschung/4844-bekaempfung-von-desinformation-und-fake-news

    Quelle:

    Siebert, J., & Siebert, J. U. (2023). Effective mitigation of the belief perseverance bias after the retraction of misinformation: Awareness training and counter-speech. PLoS ONE 18(3): e0282202. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0282202

  • Wie das Schreiben der Masterarbeit gelingt

    Wie das Schreiben der Masterarbeit gelingt

    Viele Studierende tun sich schwer damit ihre Abschlussarbeit fertigzustellen. In der Wochenendausgabe des Standards gebe ich einige Tipps wie Sie sich selbst überlisten können, um endlich Ihre Abschluss- oder Doktorarbeit fertigzustellen. Anwendbar sind die Tipps aber auf nahezu alle Aufgaben, die Sie möglicherweise vor sich herschieben. Den lesenswerten Artikel von Frau Ostermann finden Sie hier.

    Die Grundidee der Erweiterung des klassischen Nudgings liegt darin, sein/ihr eigne(r) Entscheidungsaarchitekt(in) zu sein. Die Hintergründe dazu erläutere ich in diesem #TEDxTalk: https://www.ted.com/talks/johannes_siebert_nudge_yourself_to_make_better_decisions

    Wer sich noch mehr für die Thematik interessiert findet in diesem kostenlosen MOOC Smart Entscheiden (https://imoox.at/course/smartentscheiden) genug spannendes Material für die fussballlose, verregnete VorweihnachtszeitJ

  • Making a good career choice: A decision-analytical intervention to enhance proactive decision-making and career choice self-efficacy in high school students

    Making a good career choice: A decision-analytical intervention to enhance proactive decision-making and career choice self-efficacy in high school students

    Am Ende der Schule stehen Jugendliche vor der ersten lebensverändernden Entscheidung, was sie nach dem Schulabschluss machen wollen. Für diese Entscheidungen müssen die Jugendlichen in der Lage sein, gute Entscheidungen zu treffen. Die meisten Schulen haben jedoch noch keine Entscheidungstrainings in ihre Lehrpläne aufgenommen. Um diese Lücke zu schließen, wurde eine neue Intervention mit dem Namen „KLUGentscheiden!“ entwickelt, um komplexe Entscheidungsfindungen bei Oberstufenschülern zu trainieren.

    Die Intervention zielt auf drei Schlüsselkomponenten einer guten Entscheidungsfindung ab: die Vorstellung der eigenen Ziele, die Identifizierung relevanter Alternativen und der Vergleich der identifizierten Alternativen durch eine gewichtete Bewertung. Wir gingen davon aus, dass ein erfolgreiches Training dieser entscheidungsanalytischen Schritte die selbst wahrgenommenen proaktiven Entscheidungsfähigkeiten verbessern sollte. Darüber hinaus sollte das Training auch die selbst eingeschätzte Selbstwirksamkeit bei der Berufswahl erhöhen.

    Die Intervention wurde in einer pseudorandomisierten Kontrollstudie mit 193 Oberschülern evaluiert. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe konnte die Interventionsgruppe die proaktiven Entscheidungsfähigkeiten und die Selbstwirksamkeit bei der Berufswahl signifikant steigern. Obwohl verschiedene Langzeitevaluierungen noch ausstehen, stellt die Intervention KLUGentscheiden! ein wichtiges Instrument zur Schulung komplexer Entscheidungsfindungen bei Oberstufenschülern dar. Sie kann auch auf andere Berufswahlentscheidungen junger Menschen angewandt werden, z. B. auf die Wahl von Studienfächern, einer Abschlussarbeit, eines Arbeitsplatzes oder eines Berufsfeldes.

    Siebert, Johannes U., Becker, Maxi; Oeser, Nadine. “Making the right career choice: A new educational tool to train decision-making proactivity in high school students” (Decision Sciences Journal for Innovative Education), https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/dsji.12280